Wurm-Delikatessen
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Sodium-Tallowate
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Wie Hunde und Katzenfelle verwendet werden  
Schneckenkörner: Unterschätzte Gefahr für Hunde  
Schneckenkörner können auch Hunde und Katzen töten  
Passivrauchen: Rauchertumore auch bei Haustieren  
Todbringender Gartendünger  
Xylitol (künstl. Zucker) hochgiftig für Hunde  
Gefahr durch Gülle  
Zeckenmittel Advantix  
Maskierter Müll
 

Wurm-Delikatessen

Skandalöse Enthüllungen zweier französischer Veterinäre

Haustiere als Opfer von Nahrungsmittelvergiftungen?

In der Büchsennahrung für Hunde und Katzen soll Fleisch enthalten sein, das durch Parasiten, Viren, Zirrhose und viele andere Krankheiten infiziert wurde.

Der größte Teil der Haushunde und -katzen erkrankt und stirbt infolge der schlechten Ernährung, oder besser gesagt: infolge der Schweinereien, die in den so warm angepriesenen Büchsen enthalten sind. Dies ist die Ansicht zweier französischer Veterinäre, Dr. Jacques Leguera und Dr. Hervè Jeanbourquin in Villed'Avray, deren Erklärungen einen Sturm unter den Herstellern ausgelöst hat und viele Tierfreunde fassungslos läßt.
Wie sind diese Veterinäre zu ihren Folgerungen gekommen? »Wir möchten vor allem Heilung ohne Künstliches erreichen«, erklärt Dr. Jeanbourquin, »indem wir den Grund der Krankheit suchen. Wir beschränken uns nicht darauf, nur die Symptome zu behandeln.«

Und eben, als sie die Ursache vieler Krankheiten, an denen ihre Patienten, Hunde und Katzen, litten, suchten, kamen die beiden Ärzte zur, gelinde gesagt, besorgniserregenden Erkenntnis. Nach ihrer Meinung besteht das Fleisch, das in den industriellen Nahrungsmitteln für unsere vierbeinigen Freunde enthalten ist, aus Schlachthausabfällen; darin sind auch von Parasiten durchsetzte Leber, Lunge, Knorpel, Milz, pulverisierte Knochen und andere Organe kranker Tiere, die im Moment der Schlachtung an Fieber, Abszessen, Viren, Tumoren usw. litten: Fleisch, das nicht nur für den menschlichen Konsum verboten ist, sondern auch eine Zeitbombe darstellt für die Gesundheit der Haustiere.

Die Schlachthausabfälle, sowie auch die Kadaver der Tiere, die man wegen ihrer schweren Krankheiten hatte töten müssen, werden nicht eingeäschert, sondern von den Herstellern von Tier-Büchsennahrung abgeholt. Diese kochen alles zusammen, entziehen das Wasser und reduzieren das Ganze in »Fleischmehl«, das die Basiskomponente der so geschickt angepriesenen »Leckerbissen« ist! Oft wird auch Importfleisch unbekannten Ursprungs beigemischt.

Was das den Büchsen beigemischte Gemüse anbetrifft, so werden jedes Jahr 700.000 Tonnen beschädigte Landwirtschaftsprodukte, die für die menschliche Ernährung nicht mehr verwendet werden dürfen, in »Pasteten«, »Bällchen« und »Kroketten« verwandelt. Der größte Teil dieser Produkte sei geradezu verfault. Das Ganze wird vermischt mit Abfällen aus der Öl-, Zucker- oder Bier-Produktion: Industrieabfälle, die also alle chemischen Substanzen der Reinigung, Raffination usw. enthalten.

Nur um einige Einzelheiten zu nennen:
Es scheint, daß die Büchsen mit »Poulet« auch die hübsch zu Mehl verarbeiteten Federn enthalten oder, im besten Falle, die Füße mitsamt den Krallen. All dies ist nicht einmal verboten, sondern untermauert von Gesetzen und Erlassen. In Frankreich zum Beispiel erlaubt der Erlaß Darrêtè vom 1. März 1973 die Verwendung der unglaublichsten Rohmaterialien zur Herstellung von Tierfutter, wie zum Beispiel: Fleisch von Föten und durch Seren infiziertes Fleisch, das von Fieber und Parasitenbefall, Gefäßschäden, Zirrhose, Lungenemphysem, Lebererkrankungen usw. verseucht ist. Außerdem bewilligt dasselbe Dekret die Verwendung von Materialien, die durch anormale Gerüche, ausgenommen Verwesung, und anormale Färbung auffallen und durch chemische oder biologische Substanzen (Östrogene, Antibiotika, Pestizide, Schwermetalle) durchtränkt sind; Hauptsache, sie enthalten nicht mehr als die vom Gesetz zugelassene Menge. Das Dekret erlaubt außerdem die Verwendung von ranzigem Material, das unsachgemäß aufgetaut wurde usw.
Im Jahre 1990 hat die EWG Richtlinien bezüglich der Herstellung von Tiernahrung herausgegeben, die aber nur leicht vom vorgenannten französischen Dekret abweichen.

Für die Anwendung dieser Richtlinien hat der französische Landwirtschaftsminister ein neues Dekret erlassen, in dem er erneut die Verwendung von risikoreichem Rohmaterial zuläßt, wie zum Beispiel die Wiederverwendung von allen verendeten, nicht für den menschlichen Gebrauch geschlachteten Tieren, was das Gebiet der legalen Anwendungsgebiete über die Maßen erweitert und den Verdacht aufkommen läßt, daß auch vivisezierte Tiere miteinbezogen werden können! Das neue Dekret bewilligt auch die Verwendung von Abfällen von Tieren, deren klinische Krankheiten auch auf den Menschen übertragbar sind, jede Art von verdorbenem Fleisch, was große Risiken für Mensch und Tier bedeutet, das Fleisch von tot geborenen oder abortierten Tieren usw.

Auch in diesem Fall ist das Gebiet der legal verwendbaren Rohmaterialien stark erweitert worden, da auch Kadaver von in Veterinärkliniken verendeten Tieren inbegriffen sind, wie auch von durch Epidemien heimgesuchten und daher eliminierten Tierherden, jede Art von auf den Straßen überfahrenen Tieren usw.
Auf diese Weise kommen die Hersteller nicht nur zu billigem, sondern zu geradezu kostenlosem Rohmaterial, das sie dann als »Spezialitäten« zu hohen Preisen verkaufen können. Sie werden bestimmt auch chemische Zusätze beifügen, damit das liebende »Herrchen«, das die Büchsen und Hundekuchen kauft, den Eindruck bekommt, es handele sich um Material gesunder Herkunft: Die Gemüse werden grün gefärbt, die Getreide gelb, und das Fleisch, je nachdem, in verschiedenen Nuancen von braun bis beige...

Millionen von Franken werden jedes Jahr ausgegeben für die Reklame, deren Slogans oft ans Gefühl appellieren. In den letzten 25 Jahren hat der Konsum von Fertignahrung um 50% bis über 80% zugenommen. Nur eine Minderheit von Leuten ernährt das eigene Haustier noch mit selbstgemachtem Futter.
In Frankreich sind die Hersteller von Tier-Fertignahrung gewerkschaftlich zusammengeschlossen und umfassen 95% des Marktes. Die vier ersten Gruppen, die 80% des Marktes innehaben, sind: Unisabi (Mars), Gloria (Nestlè), Quaker und Royal Canin (Guyomarch, Paribas). Unisabi stellt 12 Marken her, darunter Cèsar, Pedigree Pal, Sheba, Royal, Whiskas, Kite-Kat, Ron-Ron, Brekkies, Frolic usw. Im Jahre 1990 wies die französische Filiale von Gloria einen Umsatz von eineinhalb Milliarden französischen Francs aus; sie ist spezialisiert auf Katzen-Nahrung wie Friskies, Gourmet, Buffet. Die Filiale Quaker hingegen ist spezialisiert auf Hundenahrung wie Fido; doch sie stellt auch Felix für Katzen her.

Die meisten Hersteller von Tier-Fertignahrung verfügen über Hunde- und Katzenheime, damit sie ihre Produkte testen können. Von diesen Tests haben wir schon in den Achtzigerjahren berichtet, als wir in unserer Zeitschrift eigentliche Akte der Vivisektion anklagten, die in Österreich an Beagle-Hunden ausgeführt wurden. Die Royal Canin von Saint-Nolff (F) wurde auch vor einigen Jahren von der SNFA von Vincennes in Frage gestellt, weil sie ähnliche Experimente an Kühen, Hunden und Katzen durchgeführt hatte.

Die Royal Canin hält in ihren Ställen ungefähr 80 Hunde und um die 50 Katzen, die als Versuchskaninchen zum Ausprobieren ihrer Produkte dienen. Außerdem hält sie Geflügel, Kaninchen, Schweine, Schafe usw.
Die Marken Pal, Canigou, Frolic, Loyal, Whiskas, Kite-Kat, Ron-Ron, Sheba, Brekkies werden ebenfalls von der Unisabi in ihrem Forschungszentrum getestet. Dasselbe gilt für Gourmet, Buffet, Alifloc, die in einem anderen Forschungszentrum in Aubigny (F) getestet werden. Die Gründe entsprechen bestimmt den Gesetzen, wie dies auch bei den für den Menschen bestimmten Produkten der Fall ist, und bezwecken, den Hersteller für den Fall, daß Schädigungen auftreten, zu schützen.

aus Tierschutz konsequent 5/97

Das Schweizer Gesetz

Mehl aus Schlachthausabfällen und industrielle Abfälle in der Nahrung für Haustiere!

Das Schweizer Gesetz (Verordnung über die Herstellung und den Handel mit Tiernahrung, vom 26. Januar 1994) ist entschieden besser als das französische, kann aber nichts Positives garantieren. Tatsächlich sind die Inhaltsstoffe für die Herstellung von Tiernahrung nichts anderes als industrielle Nebenprodukte und Schlachthausabfälle.
Im Anhang 2B der genannten Verordnung ist zu lesen, daß unter den bewilligten Rohmaterialien (mit Toleranzgrenzen) unter anderem zugelassen sind:

Blutmehl, Mehl aus Geflügelfedern, Tierfette (mit Verunreinigungen, die in Petroläther unlöslich sind!), verschiedene Fette und Knochenfett (auch dieses in Petroläther unlöslich!), trockene Abfälle aus der Schlachtung von Geflügel (mit Chloriden!), Fleischsud (Mischung von Tierkadavern von verschiedenen Warmblütern, mit in Chlorwasserstoff-Säure oder Chloriden unlöslicher Asche!) usw.
Was das Petro, die Chloride und die Wasserstoff-Säure anbetrifft, so ist deren Aufzeichnen fakultativ; was die obligatorischen Erklärungen anbetrifft, so nimmt man Zuflucht zum allgemeinen Ausdruck »Proteine«, die jedermann irreführen.

Und weiter: Reste der gepreßten Kaffeebohnen, Absud von Gemüseabfällen, Birnen-, Kartoffel-, Trauben-, Tomatenschnaps (Verarbeitungsabfälle der Frucht- oder Gemüseabfälle), Saft aus dem Pressen von Fischabfällen und viele weitere Industrieabfälle. Das Schweizer Gesetz nennt keine Parasiten, Viren und krankes Fleisch; doch es erklärt, daß die Tiernahrung nur in den Handel gebracht werden darf, wenn es gesund und von guter Qualität ist; aber dies wird von der Liste der Rohmaterialien in Anhang 2B widersprochen.
Die Büchsennahrung für Tiere, auch wenn sie nicht mit krankem Fleisch zubereitet wurde, wird aus Abfällen und Ausschuß hergestellt: es ist Kehricht, wenn wir nach den Gesetzen zu deren Herstellung urteilen. Unsere Haustiere, vor allem unsere Hunde und Katzen, erhalten in ihrem Freßnapf eine unsachgemäße Nahrung, werden krank und sterben; doch alles ist vollkommen legal. Das Tier als Objekt: Gottvergessene Kinder.

Der Artikel »Wurm-Delikatessen« erschien im März 1996 in »Orizzonti / Mitteilungen«. Eine Publikation von Frau Dr. Milly Schär-Manzoli, Casa Orizzonti, CH-6517 Arbedo, Fax: 0041-91-8294113. Wir geben diesen Artikel mit ihrer freundlichen Erlaubnis wieder.

Schweizer Gesetze im Zusammenhang mit Tiernahrung

Verordnung vom 23. Juni 2004 über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten (VTNP)
4. Abschnitt
http://www.admin.ch/ch/d/sr/c916_441_22.html

Tierseuchenverordnung
Art. 41 - 46
http://www.admin.ch/ch/d/sr/c916_401.html

Verordnung vom 26. Mai 1999 über die Produktion und das Inverkehrbringen von
Futtermitteln (Futtermittel-Verordnung)
http://www.admin.ch/ch/d/sr/c916_307.html

Verordnung des EVD über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln, Zusatzstoffen für die Tierernährung, Silierungszusätzen und Diätfuttermitteln
(Futtermittelbuch-Verordnung, FMBV)
http://www.admin.ch/ch/d/sr/916_307_1/index.html


Gesetzliche Grundlage (Liste aller Anhänge)

Anhang 1
Liste der zugelassenen Ausgangsprodukte und Einzelfuttermittel (Futtermittelliste)

Anhang 2
Liste der zugelassenen Zusatzstoffe für die Tierernährung (Zusatzstoffliste)

Anhang 3
Liste der zugelassenen Diätfuttermittel (Diätfuttermittelliste)

Anhang 4
Liste der verbotenen Stoffe


Sodium Tallowate ?
Wissen Sie, was das ist? Nein, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Wir wussten es auch nicht, eigentlich wusste es niemand, weder die leitenden Personen etlicher Lebensmittelmärkte und Drogeriemärkte einschliesslich Drogisten, zwei Apotheker, Kosumentenberater ...

Woher wir den Ausdruck haben? Er steht auf der Seife (wörtlich gemeint) meist gleich nach dem Wort Ingredients. Die Ingredienzen (Inhaltstoffe, Bestandteile) sind auf Kosmetika in absteigender Reihenfolge ihres Anteils anzugeben (pflanzliche und sogenannt alltägliche wie Wasser oder Fischleberöl lateinisch, andere in der Regel englisch). Sodium tallowate, vorne gereiht, ist also Hauptbestandteil der meisten Seifen.
Wir wollten eigentlich gar nicht arme Handelsangestellte mit chemischen Fachausdrücken ärgern, wir wollten nur wissen... man drängt uns ja sonst die Inhaltsangabe häufig geradezu aufs Auge. Sie kennen ja den Aufdruck auf Heimtier-Futterdosen „mit Geflügel, mit Ente, etc.“ ja sogar „mit Rind“. Im Kleingedruckten steht dann die weniger werbewirksame Erläuterung: mindestens 4%, wobei es offen bleibt, ob es sich um Fleisch oder nur um tierische Nebenerzeugnisse handelt.

Zurück zum Thema, also fragten wir zuerst - in Kenntnis alter Hausrezepte - schlicht:
Ist diese Seife mit Rind? Eine Frage, die in rinderwahnsinnigen Zeiten ja gar nicht so überraschend sein sollte. Dennoch, keiner konnte sie beantworten.

Als uns durch aqua irregeführt erst verspätet aufging, dass man in Österreich nicht lateinisch sondern englisch schreibt, brachte uns das Wörterbuch Aufklärung. Tallow, das ist Rindertalg, Unschlitt bzw. das ausgelassene Fett von Rindern (und auch Schafen), hauptsächlich in Seifen, Margarine, Kerzen, Schmiermitteln.
Wir stellten die Frage auch an die grossen Handels- und Drogerieketten. Billa und Spar waren sehr freundlich doch selbst überfragt; sie versprachen aber weiterzufragen. Bipa blieb schweigsam, nur DM war präzise wie folgt:

Sodium Tallowate: Rindertalg, Talg, Neutralfett
Tallow Acid: Talgfettsäure, Bestandteil des Neutralfettes
Glycerin: Bestandteil des Neutralfettes (Neutralfette bestehen aus Fettsäure und Glycerin)
In fast allen von der Industrie angebotenen Festseifen ist ein oder mehrere Ihrer angefragten Inhaltstoffe enthalten. (Red. Anm. also wohl Rinderfett)

In den Savona Seifen wird kein Rinderfett verseift, sondern Cocosfett und Palmöl.
Anfragen, umfangreichere, an grosse Kosmetikhersteller, in denen wir auch um Listen über tierfreie Kosmetika baten, sind noch nicht beantwortet.

Wir haben Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, unser Forschen in epischer Breite dargestellt, um aufzuzeigen, wie sehr es noch an Konsumenteninformation fehlt und wie sehr hier Gesetzgeber als auch Handel gefordert sind. Natürlich kann man vom Supermarktleiter kein umfassendes Wissen über die 10'000 Artikel im Geschäft verlangen, wohl aber wäre es, wenn schon die Deklaration auf der Warenverpackung fehlt, für Märkte mit zig Millionen Umsatz nicht zu viel verlangt, entsprechende Informationsbroschüren bereitzuhalten.
Im Sommer 1999 gab es Schlagzeilen in der österreichischen Presse: „Katzen und Hunde zu Tierfutter verarbeitet“. Der ehemalige Rinderzüchter H.F. Lyman schrieb in Mad Cowboy über amerikanische Verhältnisse:

"...Die gewichtsmässig halbe Kuh verwertet die Nahrungsindustrie, die andere Hälfte, Eingeweide samt Inhalt, Kopf mit Augen und Ohren, die Hufe und Hörner, die Knochen, das vom Boden des Schlachthauses zusammengeschrubbte Blut - all das kommt in die riesigen Fleischwölfe der Tierverwertungsfabriken. Zusammen mit notgeschlachteten kranken oder verendeten Kühen, Schafen, Hühnern, Pferden. Dazu kommen Heimtiere, in den USA fast 10 Millionen Hunde und Katzen jährlich, Versuchstiere, auf der Strasse verendete Tiere ... - Tierverwertung ist in den USA ein grosser Industriezweig (jährlich 3 Milliarden Dollar Umsatz), der 20 Millionen Tonnen tote Tiere und Tierabfälle wieder in den Nahrungskreislauf zurückbringt.
Die grausliche Mischung zermahlt und behandelt man mit heissem Dampf. Der Brei wird zentrifugiert. Unten sammelt sich Eiweiss und mineralienhaltiges, oben fettiges Material. Das wird abgeschöpft, gereinigt und fraktioniert und ist das Ausgangsmaterial für Kosmetika, Seifen Kerzen und Schmiermittel. So (früher?) Amerika..."

Und bei uns? Vor eineinhalb Jahren grosse Aufregung. Zeitungen hatten berichtet „Katzen und Hunde zu Tierfutter verarbeitet“. Rund fünf Prozent seien es im Rohmaterial der jährlich hergestellten 100.000 Tonnen Tiermehl. (Wir vermuten in Übereinstimmung mit dem Direktor einer Tierkörperverwertung, den Anteil damals eher im Promille-Bereich). In Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage bezifferte 1996 der damalige Minister die Produktion von tierischem Fett aus österreichischen Tierkörperverwertungs-Anlagen für 1995 mit rund 22 Millionen Kilogramm. Das gewonnene Fett werde als „technisch-tierisches Fett“ über Grosshändler bzw. direkt an die einschlägige Industrie (chemisch-pharmazeutische, gering auch Mischfutterindustrie) zur weiteren Verwertung verkauft.

Seife mit Spuren Ihres Hundes auch heute noch? Wenigstens seit Herbst 2000 werden hier (laut Auskunft einer TKV) Heimtiere nicht mehr verarbeitet sondern verbrannt ebenso wie Risikomaterial. Laut der Wiener Lebensmitteluntersuchungsanstalt sind Hunde und Katzen in der Seife nicht verboten, lediglich menschliches Material (Immerhin beruhigend; vor hundert Jahren gab es in Amerika noch Aufregung, weil Wurstfabrikateure gelegentlich einen in den Kessel gefallenen Arbeiter mitverwurstet hatten). Die Auskunftsperson einer Kosmetikfirma hat uns gegenüber Hund und Katze in der Seife auch in Spuren ausgeschlossen. Der Umstand, dass die Firmen ihre Materialien europa- und weltweit verkaufen und kaufen, macht Nachforschungen nicht leichter. Der interviewte TKV-Direktor etwa behielt die Namen seiner Fettkäufer als Geschäftsgeheimnis für sich. Dass Fette bzw. die daraus gewonnenen Stoffe (wie Glycerin und selbst Sodium Tallowate) nicht nur aus Tierresten sondern auch synthetisch gewonnen werden können, macht die Feststellung, ob eine Seife tierisches Material enthält, nicht leichter.

Also nochmals: Ist Rind in der Seife? Wenigstens wenn Sodium Tallowate unter den Inhaltstoffen steht, in der Regel ja. Es gibt in etlichen Kettenmärkten auch reine (oder fast reine) Pflanzenölseifen. Und es gibt in Spezialgeschäften tierversuchsfreie Seifen und andere Kosmetika.

Obiger Text ist eine Abschrift eines Artikels aus der österreichischen Zeitschrift anima - Zeitschrift für Tierrechte 1/2001


Wie Hunde- und Katzenfelle verwendet werden
Meistens ist nicht einmal ersichtlich, dass es sich um Echtfell handelt und dann sogar um Häute von Hunden und Katzen.
Um die Kunden irre zu führen werden die Pelz- und Lederprodukte überhaupt nicht, oder nicht richtig deklariert. Es ist schwierig oder gar unmöglich herauszufinden welche Art des Leders im jeweiligen Produkt verwendet worden ist.

Hunde und Katzenhäute werden benützt für:
- Kauartikel für Hunde
- Handtaschen
- Schuhe
- Auto-Sitzpolsterungen und Auto- Innenverkleidung
- Trommeln und andere Musikinstrumente
- Golf-Handschuhe
- Garten-Handschuhe
- Orthopädische- und Medizinische Produkte
- Einlegesohlen für Schuhe und Stiefel
- Kleine Gegenstände aus Leder oder Fell (Fell-Kätzchen, Schlüsselanhänger, etc.)
- Sportartikel
usw.

Kauartikel für Hunde

Besonders grauenvoll werden Hunde und Katzen in China, Korea, den Philippinen und Thailand zu Tode gefoltert.
In Thailand werden dann auch solche von unseren Hunden mit Begeisterung gefressenen Kauartikel hergestellt. Aus einer Vielzahl von Hautschichten werden die beliebten Kau-Sticks gedreht und wohl nicht viele wissen, dass einige der Hautschichten von brutal umgebrachten Hunden aus Thailand stammen.

Quelle: http://www.voice4dogs.org (Homepage nicht mehr gültig)


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Schneckenkörner: Unterschätzte Gefahr für Hunde
Die Situation ist bekannt: Schnecken lieben es, Blumen und Gemüsepflanzen anzuknabbern. Sehr zur Verärgerung aller Hobbygärtner. Nur allzu oft wird den Plagegeistern mit Schneckenkorn zu Leibe gerückt. Weniger bekannt ist, dass diese chemische Keule für Hunde sehr schnell tödlich enden kann. Das im Schneckenkorn enthaltene Metaldehyd ist ein Nervengift, das der Hund über den Kontakt mit dem Schneckenkorn aufnimmt, auch wenn er sich nur die Pfoten leckt. Laut Aussage von Veterinärmedizinern reiche schon eine geringe Menge aus, um einen Hund in ernsthafte Gefahr zu bringen. Das Fatale daran: Hunde mögen den süßen Geschmack von Schneckenkorn; ganz im Gegensatz zu Katzen. Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang auch die Kennzeichnung entsprechender Produkte durch die Hersteller. Liegt der Wert des eingesetzten Giftstoffes Metaldehyd unter 6% werde das Schneckenkorn oft als giftfrei deklariert.

Erste Symptome für eine Vergiftung können sein: Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen mit Blut, Reizung der Augen- und Mundschleimhaut, Durchfall, Krämpfe, Koordinationsstörungen und Fieber. In Verdachtsfällen muss der Hund sofort zum Tierarzt. Nur innerhalb von 30 bis maximal 60 Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen und Abführmitteln verhindert werden. Ist der nächste Tierarzt zu weit entfernt und der Hund noch bei Bewusstsein helfen 10 bis 15 in Wasser aufgelöste Kohletabletten als Erste-Hilfe-Maßnahme. Kohle absorbiert kurzfristig einen Teil des Giftes.

“Leider droht die Gefahr auch auf Feldern, weil manche Landwirte das Schneckenkorn in großem Umfang gedankenlos einsetzen.”, berichtet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. “Weitere Gefahren für den Hund, an die man im ersten Augenblick einfach nicht denkt, sind Tabak-Stummel, Schokolade und Tennisbälle”, so McCreight weiter

Quelle: TASSO e.V.


Passivrauchen: Rauchertumore auch bei Haustieren
Baierbrunn (ots) - Mundkrebs bei Katzen, Nasenkrebs bei Hunden und Lungenkrebs bei Vögeln - das sind nachgewiesene Tumore durch den Tabakqualm von Herrchen und Frauchen, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". "Zahlreiche Studien belegen die gesundheitliche Bedrohung von Passivrauchen für Tiere", zitiert das Blatt Dr. Carolynn MacAllister von der Oklahoma-State-University (USA). Katzen lecken sich ausgiebig ihr Fell, in dem sich die krebserregenden Stoffe des Tabakqualms festsetzen. Das führt bei ihnen zu Mundkrebs. Hunde und Vögel werden Opfer ihrer besonders sensiblen Organe Nase und Atmungstrakt.

Quelle: http://www2.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2007&m=11&d=5&id=127979



Todbringender Gartendünger
Achtung Gartenbesitzer und Hundefreunde: Todbringender Gartendünger

Immer noch kommt es zu zahlreichen Vergiftungsfällen bei Hunden mit zum Teil tödlichem Ausgang, ausgelöst durch die Aufnahme von organischen Düngemitteln für den Garten. In Mischdüngern kann nämlich Rizinusschrot enthalten sein, welcher hochgiftiges Rizin enthält.

Vor allem wenn im Dünger auch Hornspäne eingemischt sind, nehmen Hunde diesen sehr gern auf.

Es gibt kein wirksames Gegengift!

Erbrechen, blutiger Durchfall, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen können Anzeichen für eine Vergiftung sein.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder wenn ein Hund bei der Aufnahme des Düngers beobachtet wurde, muss man sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Am besten lässt man sich im Fachhandel beraten und verzichtet auf Gartendünger, die Rizinusschrot enthalten.

Quelle: http://katzenschutzverein-emmerich.de


Xylitol (künstl. Zucker) hochgiftig für Hunde
Warnung an alle Hundebesitzer - Xylitol (künstl.Zucker) ist für Hunde hochgiftig
Enthalten z.B. in den meisten zuckerfreien Kaugummis.
Hier gibt es nochn weitere Infos zu Xylitol
http://vptserver1.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/KLT_086.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm


Schneckenkörner können auch und Hunde und Katzen töten
TASSO warnt: Schneckenkorn kann auch Hunde und Katzen töten

Herbstzeit ist Schneckenzeit. Viele Gartenbesitzer bekämpfen die schleimigen Kriecher jetzt mit Schneckenkorn. Das ist aber nicht nur für die Schnecken selbst lebensgefährlich, sondern auch für Hunde und Katzen.

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., berichtet von einer Frau, die ihre Katze bei TASSO als vermisst gemeldet hatte: "Drei Tage später rief die Frau wieder an und erzählte, sie hätte ihre Katze gefunden, tot hinter der Heizung im Keller." Eine Untersuchung beim Tierarzt habe ergeben, dass die Katze vermutlich an Schneckenkorn verendet ist. "Die typischen Vergiftungssymptome wie Erbrechen und Lähmungen sind bei Hunden viel leichter zu erkennen als bei Katzen. Die ziehen sich in solchen Fällen in abgelegene Winkel zurück", weiß McCreight. Laut Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher gebe es gegen eine Vergiftung mit Schneckenkorn vor allem bei Hunden kein wirksames Gegenmittel: "Bis spätestens einer Stunde nach der Aufnahme des Korns muss bei dem Hund der Magen ausgepumpt oder sonstwie geleert werden. Klappt das nicht und lassen sich die Krämpfe nicht medikamentös lindern, ist es in der Regel zu spät, die Vergiftung endet tödlich."

Wie die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN berichtet, enthält handelsübliches Schneckenkorn das Nervengift Metaldehyd, das bereits in kleinen Mengen tödlich sein kann. "Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden", warnt Martina Schnell, Heimtier-Referentin der Stiftung. Es komme immer wieder zu tödlichen Vergiftungen, nicht nur bei Hunden und Katzen, auch so mancher Igel würde qualvoll am Schneckengift sterben.

McCreight empfiehlt zur Schneckenabwehr Mittel, die ohne Chemie wirken, beispielsweise Schneckenzäune, Bierfallen oder die Ansiedlung natürlich Fressfeinde wie Igel, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen und Spitzmäuse. "Obwohl es verlockend klingt, sollte man aber keine indischen Laufenten zur Schneckenvertilgung anmieten", sagt der TASSO-Chef. „In letzter Zeit häufen sich Internet-Angebote zu dieser Möglichkeit." Die Enten hätten zwar eine ausgesprochene Vorliebe für Schnecken, würden aber das biologische Gleichgewicht des Gartens durcheinander bringen, sagt McCreight und beruft sich dabei auf Björn Clauss, einen Spezialisten für Laufenten aus dem oberbayrischen Soyen. Zudem sei das Mieten von Haustieren, die sich ständig an eine neue Umgebung gewöhnen müssen, nicht artgerecht.

Quelle: Tasso Newsletter
http://www.tasso.net


Gefahr durch Gülle
Dies hab ich aus einem Forum mit der Bitte um Weiterleitung:

Wir mussten Freitag letzter Woche unseren Shadow in die Tierklinik bringen weil er nicht mehr richtig laufen konnte. Zunächst sah alles so aus als ob er sich entweder einen Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall zugezogen hätte als er beim Treppenlaufen gestolpert ist.

Einen Tag später waren die Beschwerden so schlimm das er selbst mit Hilfe nicht mehr stehen oder gar laufen konnte. Seit Samstag ist er deshalb stationär in der Tierklinik. Da die Beschwerden nicht richtig zu den Untersuchungsergebnissen passten wurde dann anstatt ein Bandscheibenvorfall eine Nervenwurzelentzündung vermutet und behandelt.

Am Montag traten bei Ruby plötzlich genau die gleichen Symptome auf und auch sie konnte innerhalb eines 1/2 Tages nicht mehr selbstständig stehen oder laufen.

Ruby liegt nun ebenfalls in der Tierklinik und die weiteren Untersuchungen lassen eigentlich keine andere Diagnose als Botulismus zu.

Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung mit einem der giftigsten Stoffe die es gibt. Dieses Gift kann sich in Tierkadavern (toten Vögeln oder Mäusen) bilden, kommt sehr oft im Silagen vor und es kann auch in Gülle enthalten sein. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Nervengift, welches die Verbindung zwischen Nerven und der Muskulatur unterbricht.

Das ist vermutlich bei uns die Quelle der Vergiftung. In den letzten 2 Wochen wurden bei uns immer wieder Felder und Wiesen mit Gülle besprüht. Wir haben zwar immer versucht die Hunde davor fern zu halten aber du weisst ja selber das das nicht klappt. Wir haben uns bis jetzt aber auch nicht wirklich Sorgen um die Gesundheit gemacht.

Ich will jetzt keine Panik verbreiten doch bitte warne alle Hundebesitzer die du kennst vor den Gefahren die eine solche Wiese haben kann. Such einfach mal im Internet nach Botulismus da wirst du einiges finden.

Gegen das Gift gibt es kein Gegengift oder ein Medikament mit der es unschädlich gemacht werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig als zu warten bis der Körper das Gift selbstständig wieder abgebaut hat. Dies kann je nach Giftmenge die aufgenommen wurde Tage, Wochen oder sogar Monate dauern.

Sollte sich das Gift Nervenbahnen erreichen die zum Herz, zur Lunge oder sonstigen lebenswichtigen Organen führen gibt es keine Hoffnung mehr. Doch selbst wenn dieser Fall nicht eintrifft, kann es sein das neurologische Schäden entstehen die nicht mehr behoben werden können.

Bei unseren beiden ist der aktuelle Stand das Shadow kaum noch ansprechbar ist, er hat vergangene Nacht über 40 Fieber gehabt und kann sich selbstständig nicht einmal mehr anders hinlegen.

Ruby geht es im Moment noch etwas besser wobei keiner weiss ob sie den Verlauf nur mit 2 Tagen unterschied durchmacht oder ob sie Glück hatte und sich nicht ganz so stark vergiftet hat. Doch auch sie ist quasi ab dem Hals gelähmt. Sie kann zwar die Gliedmassen bewegen doch sie hat kein bisschen Kraft mehr in den Beinen. Das schlimmste an dieser Sache ist das sie im Kopf noch voll da ist und dich mit grossen Augen um Hilfe anfleht.

Die Heilungsaussichten sind zumindest für Shadow im Moment eher schlecht und wir müssen wohl Ende der Woche eine Entscheidung treffen, sofern sich sein Zustand nicht bis dahin gebessert hat. Sollte sich Rubys Zustand heute oder morgen ebenfalls noch verschlechtern, so werde ich sie vermutlich ebenfalls noch diese Woche erlösen um ihr das Schlimmste zu ersparen.

Ich weiss von einem Schäfer, der hat an einem Tag (!!) mehrere Dutzend Schafe verloren daran.

Ursache waren tote Mäuse in der Silage, er hatte wohl beim Mähen mehrere Mäuse mit "erwischt" gehabt die dann mit eingewickelt wurden in den Rundballen und durch Verwesung wurde "Clostridium Botulinum" gebildet, mit letalem Ausgang ...

Quelle: unbekannt


Zeckenmittel Advantix
Es gibt Hunde, die von diesem Mittel schlimme Anfälle und Koordinationsstörungen bekommen!!
Lest untenstehende Links genau und entscheidet dann selber für eure Hunde!!

Hier alle Infos zum Medikament:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00056909.04?inhalt_c.htm

„Die akute Warmblütertoxizität bei oraler Aufnahme ist gering, da Permethrin schlecht über den Magen-Darm-Trakt resorbiert wird. Erfolgt die Aufnahme jedoch direkt in das Blut, dann ist es auch für den Menschen sehr giftig, da es seinen Wirkort, die Nerven, offenbar ohne vorherige Entgiftung erreicht. Bereits geringe Konzentrationen, über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen, können zu chronischen Nerven- und Gehirnerkrankungen führen. Symptome sind beispielsweise Muskelzittern, Übererregbarkeit, Störungen der Bewegungskoordination und Krämpfe. Durch die veränderte Erregbarkeit der Nerven können aber auch auch entgegengesetzte Effekte, wie Lähmungen, hervorgerufen werden.“
(http://www.schadstoffberatung.de/permethr.htm)

Und hier geht’s zur Toxizität von Permithrin (runterscrollen bis „Symptome einer Permithrin-Vergiftung“)
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?wir/00005264/5531_08.htm?wir/00005264/5531_00.htm


Maskierter Müll
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,708762,00.html