Vegetarische Ernährung von Katzen

Weil die Nutztiere trotz Tierschutzgesetz weiterhin grausam gehalten und behandelt werden, gibt es immer mehr Menschen, die kein Fleisch mehr essen und auch ihre Heimtiere nicht mehr mit Tierquälprodukten füttern wollen. Während die vegetarische Ernährung von Hunden problemlos und in gleicher Weise möglich ist wie bei Menschen, stellt die vegetarische Ernährung von Katzen höhere Anforderungen. Da Katzen von Natur aus darauf programmiert sind, vor allem tierische Nahrung zu sich zu nehmen, benötigen sie Stoffe, welche normalerweise nur im Fleisch vorkommen, nämlich Taurin und Arachidonsäure. Diese Stoffe sind im Futterzusatz „VegeCat“ und „VegeKit“ enthalten und können einfach dem vegetarischen Futter beigefügt werden. Damit ist es ohne gesundheitliche Nachteile möglich, auch solche Katzen vegetarisch zu ernähren, welche keine Gelegenheit zum „Mausen“ haben.

VegeCat und VegeKit von der Firma "Harbingers of a new age" gibt es in Amerika seit 1986 und hat sich dort in jahrelangen Studien bewährt und wird sogar von Tierärzten empfohlen. Damit hat heute jeder Tierhalter die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass für sein Büsi keine Nutztiere in tierquälerischen Mästereien mehr leiden müssen.

VegeKit ist für junge Katzen bis zum Alter von 12 Monaten bestimmt, nachher wird VegeCat verwendet. Beide Produkte werden ohne Verwendung tierischer Rohstoffe hergestellt, sie sind also vegan.

Nähere Infos zu den VegeCat/Kit -Produkten finden Sie im Shop

Der VegeCat/VegeKit-Dose sind Rezeptanleitungen beigelegt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je nach individuellem Geschmack der Katze kommen alle Nahrungsmittel in Betracht, welche auch ein gesundheitsbewusster Vegetarier zu sich nimmt: Linsen, Kichererbsen, Vollkornflocken,Vollreis, Vollkorn- oder Soyateigwaren,Tofu, Seitan, geschnetzelte, geraffelte oder pürierte rohe oder gekochte Gemüse und Früchte, Kartoffelbrei, Keimlinge, Sprossen, Algenpulver kaltgepresstes Olivenöl. Zum würzen eignet sich Pastasauce (Tomatensauce) und Knoblauchpulver. Hefeflocken über die Nahrung gestreut, macht sie für die meisten Katzen unwiderstehlich. Mit dem Zusatzpulver kann auch ein Hartfutter, „Brekkies, hergestellt werden. Auch wenn die Herstellung auf den ersten Blick etwas aufwendig erscheint, lohnt sich die Backerei, denn es kann gleich einen Vorrat für mehrere Monate hergestellt werden und die meisten Katzen mögen dieses Hartfutter.

Was eine Katze am liebsten mag, muss ausprobiert werden. Im allgemeinen wird Futter am liebsten leicht erwärmt angenommen (Tellerchen bei 50° kurz in den Backofen stellen). Es gibt Katzen die mögen besonders gern Avocado oder Melonen. Es sollte oft und in kleinen Portionen gefüttert werden.

Katzen können so buchstäblich ohne „Extrawurst“ als vollwertiges Mitglied einer vegetarischen Familie ernährt werden. Leider ist es nicht einfach Katzen zu „bekehren“. Fleischgewohnte Katzen lehnen das neue Futter anfänglich ab. Man sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen, Geduld üben und die Futterumstellung betont langsam vollziehen, über Wochen oder sogar Monate. In der Umstellphase sollte neues und altes Futter gemischt und das Mischverhältnis langsam verändert werden.

Bei älteren Katzen, die vom ungesunden Futter Gicht und andere Zivilisationskrankheiten bekommen haben, verschreiben fortschrittliche Tierärzte gelegentlich ausdrücklich eine vegetarische Diät.

Ausserdem bekommt der dem Nutztierfleisch beigemengte Medikamenten-Cocktail den Tieren natürlich überhaupt nicht. Sie zerstören ihr Immunsystem und nicht wenige Samtpfoten leiden bereits an „menschlichen“ Zivilisationskrankheiten. Laut Tierärzten reagieren auch immer mehr Heimtiere allergisch auf die vielen künstlichen Farb- und Konservierungsstoffe, die den meisten normalen Tierfuttern zugefügt werden z.B. mit Hautausschlägen, Fell- und Verdauungsproblemen.

Normales Tierfutter besteht grösstenteils aus tierischen und pflanzlichen Nebenprodukten. Dies ist eine schöne Worthülse für „Dinge“, die nicht mehr für die menschliche Ernährung verwendet werden können.

Für diejenigen, die den Aufwand des Kochens scheuen, sind im Shop Würste in 2 verschiedenen Geschmackrichtungen erhältlich. Sie sind aus Weizen (Seitan) und enthalten auch Tofu und Gemüse Natürlich ist ihnen das Zusatzpulver VegeCat bereits zugefügt. Eine vollwertige, vegetarische Katzenernährung ist mit diesen Fertigprodukten jetzt also möglich.

Es kann sein, dass sich hartnäckige Fleischtiger nicht zur vegetarischen Ernährung bekehren lassen wollen, ganz sicher ist es jedoch möglich, den Fleischverbrauch drastisch zu reduzieren. Bei Zukauf von wenig Fleisch aus BIO-Freilandhaltung, ist es jedoch auch bei „schwierigen“ Katzen möglich auf das unappetitlichen Dosenfleisch und das konventionelle Hartfutter zu verzichten. In solchen Ausnahmefällen bleibt dann leider nichts anderes übrig als Kompromisse einzugehen oder die Samtpfote könnte sich gar ein neues Zuhause suchen.

Katzenwürste aus Bio-Fleisch sind erhältlich im Bioladen / Reformhaus oder direkt bei:

- KAG-Freiland (konsequent ökologisches Katzenfutter aus Schweizer Freilandhaltung):
Hutter & Schmid AG, 9042 Speicher/AR - Postversand

Man mag einwenden, eine vegetarische Ernährung von Katzen sei unnatürlich. Das stimmt zweifellos. Natürlich ist es nur, wenn sich Katzen von Mäusen und anderem Kleingetier ernähren. Solche Katzen brauchen dann auch kein VegeCat. Hingegen ist das Büchsen- und Hartfutter für Katzen alles andere als natürlich, man studiere nur einmal die Inhaltsangaben. Und (Bio-)Frischfleisch vom Metzger? Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass es durchaus unnatürlich ist, wenn Katzen Kuh-, Schweine-, Wildpferde- oder Känguruhfeisch fressen? Oder haben sie schon einmal eine Katze eine Kuh jagen sehen? Das Halten von Tieren im Wohnbereich ist immer ein Kompromiss und sollte zumindest nicht auf Kosten von Nutztieren gehen, die ein „kurzes“ Leben lang in der Intensivhaltung leiden mussten, damit das Büsi Fleisch zum Fressen bekommt.

Die Fleischlobby beruhigt: Für Katzenfutter würde kein einziges Tier geschlachtet, hierfür würden nur Fleischabfälle verwendet. Das stimmt ganz einfach nicht. Abgesehen davon, dass in Australien Wildpferde und Känguruhs abgeschlachtet werden, zur Herstellung von Tierfutter, das dann auch im Büchsenfleisch in der Schweiz anzutreffen ist, unterstützt die Tierfutterindustrie auch die hierzulande tierquälerische Intensivtierhaltung. Allein für Hundefutter geben die Schweizer jährlich gegen eine halbe Milliarde Franken aus. Das ist nicht nur ein Nebengeschäft, sondern eine wesentliche wirtschaftliche Stütze der gewerbsmässigen Tierquälerei. Es geht nicht an, dass das eigene geliebte Heimtier mit grausam gequälten Nutztieren gefüttert wird. Auch für Katzen gibt es eine vegetarische Alternative!

Skandalöse Enthüllungen über die Büchsennahrung von Hunden und Katzen

 

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