Sicherheit für Ihre Katzen
Katzenkiller Teebaumöl
„lose, luege, laufe“ Wie bringe ich das meiner Katze bei?

Sicherheit für Ihre Katzen

Auf Ihre Katze lauern viele Gefahren:
eine der grössten Gefahren sind Kippfenster! Katzen, die versuchen, durch ein Kippfenster nach draussen oder drinnen zu gelangen, verfangen sich leider allzu oft darin. Die Folge: jede Katze, die in diese grässliche Falle gerät, erwürgt sich oder bricht sich sogar das Rückgrat; ein langsamer, grausamer Tod.

Dagegen gibt es nur zwei Möglichkeiten:

- gehen Sie nie aus dem Haus, bevor Sie sich vergewissert haben, dass alle Kippfenster geschlossen sind, und lassen Sie Ihre Katze nie unbeaufsichtigt in einem Raum mit Kippfenstern.

- klemmen Sie ein vielfach gefaltetes, grosses Badetuch in die spitze Öffnung des Kippfensters.

Eine weitere Gefahr für Katzen sind die Autos. Fast die Hälfte aller Katzen sterben im Strassenverkehr, weil man sie zu spät wahrnimmt. Und die meisten dieser tragischen Unfälle geschehen nachts. Hier kann ein reflektierendes Katzenhalsband Leben retten. Es leuchtet im Scheinwerferlicht bis ca. 300m weit. Es ist nicht starr, wie ein Flohhalsband, sondern kann mit einem elastischen Riemchen problemlos befestigt werden. Katzen akzeptieren es deshalb auch ohne Widerstände.

Und noch ein guter Tip: Katzen klettern gerne auf Balkbrüstungen herum und riskieren, hinunterzufallen. Verschiedene Vorrichtungen, wie Netze oder Gitter können Unfälle verhindern.


Katzenkiller Teebaumöl

(aho) - Teebaumöl wird immer häufiger auch völlig kritiklos bei Katzen z.B. gegen Flöhe eingesetzt, ohne dass sich die Tierbesitzer über die tierartspezifischen Unverträglichkeiten beraten lassen. Folge ist, dass immer wieder Katzen mit "Teebaumöl-Vergiftungen" in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Taumeln, chronische Abmagerung, Zittern, Unruhe, Schwäche sind die nur zu gut bekannten Symptome einer Teebaumöl – Vergiftung ... weiter


„lose, luege, laufe“ Wie bringe ich das meiner Katze bei?

von: Dr. sc. Dennis C. Turner

Jeder von uns kennt das hohle Gefühl im Magen, wenn er gera-de noch rechtzeitig für eine Katze bremsen konnte, die vor dem Auto auf die Strasse gesprungen war. Oft schafften Katzen es gerade noch in letzter Sekunde, die andere Seite zu erreichen. Manchmal jedoch geschieht das Schlimmste. Dann ist es unsere moralische Pflicht gegenüber dem verletzten Tier und dessen Halter, anzuhalten und zu helfen, oder den Halter herauszufinden und zu informieren. Verkehrsun-fälle sind für Katzen ein beson-ders schlimmes Problem. Hauskatzen, die nach draussen dürfen, haben gern grosse Streifgebiete, die in vielen Gegenden das Überqueren von Strassen mit mehr oder weniger starkem Verkehr erfordern. Katzen bleiben manchmal einen oder mehrere Tage von ihrem Zuhause fern. Wenn sie aber in einer normalen Zeitspanne nicht wieder auftau-chen, dann beginnen die Halter, auf das Schlimmste vorbereitet, die Strassenränder abzusuchen. Natürlich sind nur Freilaufkatzen vom Verkehr bedroht. Im Durch-schnitt haben sie zum Teil des-wegen auch eine kürzere Lebens-erwartung. Eine Studie zeigt, dass das durchschnittliche Alter sol-cher Tiere nur bei zweieinhalb Jahren liegt! Doch wir können wenigstens ein paar Schutzmass-nahmen ergreifen.
Einige Katzenfreunde beschlies-sen wegen der Unfallgefahr, ihre Katzen nur in der Wohnung zu halten, was akzeptabel ist, wenn sie ausschliesslich drinnen aufge-zogen und gehalten werden, und ihr Lebensraum, d.h. Haus und Wohnung, so eingerichtet sind, dass dort alle Katzenbedürfnisse befriedigt werden.
Ich persönlich bevorzuge es, Katzen hinauszulassen, wenn immer es möglich ist, weil sie dann die Möglichkeit haben, Fehler zu kompensieren, die wir bei ihrer Haltung machen. Aber auch in Gegenden mit wenig Strassen und nur gelegentlichem Verkehr bleibt das Risiko, dass die Katze überfahren wird. Dieses Risiko kann durch Kast-rieren einer Katze verringert werden, weil ein solches Tier nicht mehr so aktiv ist, ein kleine-res Streifgebiet beansprucht und deshalb auch weniger Strassen weniger oft überquert. Viele Katzen lernen, wie man eine Strasse überquert, wenn sie als Jungtiere einmal einem Auto knapp entkommen sind. (Mir schaudert jedesmal, wenn ich unseren Kater ,,Speedy“ die starkbefahrene Hauptstrasse 300 Meter von unserem Institut ent-fernt überqueren sehe. Dort sind täglich Tausende von Autos un-terwegs! Seine Lieblings-Jagdgründe liegen unglückli-cherweise auf der anderen Seite der Strasse. Aber er sitzt und wartet auf den günstigen Moment - zumindest ist ihm dies bis heute gelungen!)
Junge Katzen können lernen, wo gefährliche Strassen sind (nicht notwendigerweise auch, wie man sie überquert), und wir können ihnen dabei helfen. Wenn die Katze alt genug ist, um draussen Erkundigungen zu machen, set-zen Sie sie in einen stabilen Transportkorb und decken diesen komplett mit einem Tuch oder einer Decke ab. Tragen Sie den Korb mit der Katze darin an eine gefährliche Strasse, setzen ihn ab, bis ein paar Autos vorbeigefahren sind. Dann heben sie die Abde-ckung nur auf der strassenzuge-wandten Seite hoch und warten wieder ab, bis einige Autos vor-beigefahren sind. Der Lärm wird die Katze erschrecken, aber beru-higen Sie sie jetzt nicht! Sie soll ja erschrecken, während sie im sicheren Käfig sitzt! Dann heben Sie den Käfig hoch und gehen rückwärts etwa zwei Meter von der Strasse weg in Richtung Ihres Zuhauses. Dort lassen Sie den Käfig wieder ein paar ,,Autolängen“ stehen. Dann wiederholen Sie das mehrfach: Immer ein paar Schritte rück-wärts Richtung nach Hause gehen und den Käfig abstellen. Aber beruhigen Sie die Katze keines-falls! Diese ganze Prozedur wie-derholen Sie nun zwei Tage spä-ter, bis Sie schliesslich das Ganze zwei bis dreimal mit einem nicht-abgedeckten Transportkäfig durchgeführt haben. Wählen Sie immer den gleichen direkten Weg von Ihrem Haus bis zur Strasse. Auf diese Weise lernt die Katze, wo von Zuhause aus gesehen die lärmende (und gefährliche) Stras-se ist. Sie wird und soll diese mit dem furchterregenden Erlebnis während ihrer ,,Strassentherapie“ verbinden. Gemeint sind: ,,kom-plett zugedeckter Käfig, halb aufgedeckter Käfig, bei Autos, die ihr direkt vor der Nase vor-beirauschen.“
Ich habe schon einige beunruhig-te Katzenhalter mit dieser Tech-nik vertraut gemacht und es zeigt gewöhnlich den gewünschten Effekt, aber leider nicht immer. Dennoch ist es tröstlich, wenigs-tens einigen Katzen und ihren Haltern in dieser gefährlichen Lage helfen zu können.

Dr. sc. Dennis C. Turner
Direktor I.B.T.
Institut für angewandte Ethologie und Tierpsychologie
gis. Hirzel, Schweiz


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